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Zero Waste

self-Logo 04.07.2024 Sissy, Klasse 9a, Gymnasium Friedrich II

 

Wie kann man Plastikverpackungen vermeiden?

 

Die Atmosphäre ist einladend und entspannt. Als erstes fallen mir die lebhaften Stimmen der Menschen im Laden und dem dazugehörigen Café auf. Ich sehe mich um und erblicke die verschiedensten Behälter, die mit den unterschiedlichsten Lebensmitteln gefüllt sind: Reis, Nudeln, Nüsse, Müslis, Gewürze, Schokolade, Obst, Gemüse und noch vieles mehr. Ich beobachte die Leute, wie sie kleine Behälter auf eine Waage stellen, das Leergewicht draufschreiben und dann die Lebensmittel dort hinein abfüllen. Anschließend gehen sie an die Kasse, wo die vollen Behälter wiederum gewogen und dann das darauf notierte Leergewicht abgezogen wird. Doch wieso haben die Kunden hier diese Behälter? Ganz einfach: Was es hier nicht gibt, sind Plastikverpackungen.

 

Im Jahr 2021 wurden pro Kopf in Deutschland rund 237 Kilogramm Verpackungsmüll verbraucht. Von diesem wird im Schnitt fast ein Drittel in Europa jährlich recycelt. Aber wohin gelangt der Rest des Plastikmülls?

 

Dieser wird oft ins Ausland transportiert. Ein Beispiel hierfür ist Malaysia. Jährlich werden rund 870.000 Tonnen Plastikmüll dorthin exportiert. Dort gibt es kaum Recycling, keine umfassende Müllentsorgung und außerdem viele illegale Fabriken, die den Plastikmüll einfach verbrennen, was dazu führt, dass die Luftqualität sehr schlecht ist. Einheimische ärmere Kinder gehen oft auch auf die Müllhalden, um zu überprüfen, ob es da noch wiederverwertbare Gegenstände gibt, die sie zum Beispiel verkaufen können, und setzen sich so gesundheitlichen Risiken aus.

 

Hinzu kommt, dass Plastikmüll sich nicht einfach zersetzt. Denn er braucht mehrere Jahrhunderte, um sich in kleinere Bestandteile aufzulösen. Und das Resultat ist Mikroplastik, welches sehr schädlich ist. Denn Mikroplastik gelangt einfach ins Meer und wird, zum Beispiel von Fischen, nicht als Schadstoff erkannt. Die Fische nehmen es auf und so kann das Mikroplastik dann über Nahrung in den menschlichen Körper kommen. Bis heute ist noch nicht erforscht, was Mikroplastik für Auswirkungen auf den menschlichen Körper hat.

 

Um diesen gefährlichen Plastikmüll zu vermeiden, helfen Unverpackt-Läden. Derzeit gibt es in Deutschland rund 200 bis 300 von diesen Läden. Ein anderes Land, das in diesem Bereich sehr fortschrittlich ist, ist Frankreich. Dort existieren schon in normalen Supermärkten Sektoren, in denen Lebensmittel unverpackt angeboten werden. So muss man nicht extra einen Unverpackten-Laden besuchen und unverpackte Produkte gehören folglich zum Alltag.

 

Allerdings gibt es nicht alle Lebensmittel in Unverpackt-Läden, die es auch in normalen Supermärkten gibt. Produkte wie Butter und Fleisch sind dort normalerweise nicht einfach zu bekommen, was es schwierig macht ausschließlich in Unverpackt-Läden einzukaufen. Außerdem sind dort die Preise höher als in den alltäglichen Läden.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass Unverpackt-Läden sehr gut für die Umwelt sind, da man dort nicht auf Plastikverpackungen angewiesen ist. Trotzdem ist es sehr schwierig ausschließlich dort einzukaufen, da dort nicht alle Produkte angeboten werden, die es auch in normalen Supermärkten gibt, und man mehr für diese Produkte bezahlen muss. Trotzdem würde ich empfehlen einen zu besuchen und vielleicht Produkte, die sehr lange haltbar sind, dort einzukaufen. Denn mit jedem Mal, wo man Plastikmüll vermeidet, hilft man der Umwelt und uns Menschen.

 

 

 


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