Schülerartikel

Siehe einzelne Artikel | Wittelsbachergymansium | 9b | München | 04.02.2015

Wie steht es mit der Kondition?

Sportwissenschaftliche Tests geben Feedback zu Trainingsfortschritten

Muskelaufbau für den Staat Endlich mal was anderes, als schon wieder bei einer Doppelstunde Französisch in der Bank zu dösen. Bei unserer Exkursion hatten wir mit den Geräten mit den klangvollen Namen „Optogait“ und „Smartcoach“ zu tun. Da stellt sich natürlich die Frage, was das ist. Beim Optogait handelt es sich umzwei einMeter langeMesssensoren, bestehend aus je 50 LED-Lichtschranken, durch die sich die Position der Probanden genau bestimmen lässt.Zwischen den LED Signalröhren springt man in die Höhe. Der Optogait liefert Informationen über Sprunghöhe, -leistung und -weite. Durch die Ergebnisse, die durch eine PC-Software in eine Grafik umgeändert werden, kann das „Versuchskaninchen“ seine Sprungleistung optimieren. Dafür muss man allerdings mehrere Wochen trainieren. Besonders hilfreich ist der Optogait für Profisportler, Hoch-, Weit- und Skispringer sowie für das Militär. Neben der Sprungleistung trainieren die Soldaten die Muskelkraft. Umdiese zu verbessern, hilft ein Smartcoach. Diese computergesteuerte Software ist an ein „Hantelgestell“ angeschlossen. Der Smartcoach gibt Informationen über die Leistung, die notwendig ist, um die Hantel zu stemmen. Die Stärke der Leistung wird in Watt angegeben und, wie beim Optogait, als Grafik auf dem Computer angezeigt. Je schwerer das zu stemmende Gewicht ist, desto höher die Leistung. Autoren: Luis Liebau, Ferdinand Paintner, Nicola Oltersdorff Ein Akt der Balance Unser Lehrer war der Schlechteste. Endlich mal eine Gelegenheit, ihn zu übertrumpfen. Dies gelang uns beim Balancetest. „Immer schön das Gleichgewicht halten“, raten uns die Sportwissenschaftsstudenten. Ohne Schuhe und mit Blick auf einen bestimmten Punkt fixiert, steht man auf einem Kippbrett und versucht sein Bestes. An diesem sind Sensoren befestigt, die mit einem Computer verbunden sind. Der kann drei Dinge messen: die Symmetrie, das Verhältnis der Links-rechts-Balance – im optimalen Fall ein Ausgleich von 50 zu 50 Prozent – die Stabilität, die von ungenügend bis überdurchschnittlich reichen kann, sowie die Sensomotorik, die die Reaktionszeit bestimmt. Durch diesen Test sind beispielsweise Dysbalancen nachweisbar. Mit regelmäßiger Übung gelingt es, sich dem optimalen Wert zu nähern und sein Gleichgewicht zu verbessern. Autoren: Leonie Pröbstl, Paulina Störmann, Lukas Simpson Weltmeister am Drücker Vor wenigen Wochen feierten viele Leute begeistert den WM-Sieg von Lewis Hamilton. Der Engländer besiegte seinen deutschenTeam- Kollegen Nico Rosberg im entscheidenden Rennen in Abu Dhabi. Doch wie kommen Formel-1-Fahrer eigentlich zu ihren Erfolgen? Wie trainieren und verbessern sie ihre Reaktionsschnelligkeit? Am Computer. Dafür gibt es eigene Testprogramme, die wir im Selbstversuch ausprobieren. Vor uns liegt eine Tastatur, die aus vier verschieden farbigen Knöpfen, zwei Joysticks, zwei Drehreglern und einem Monitor besteht. Auf dem Computerbildschirm wird ein Quadrat mit vier verschieden farbigen Ecken, die den Farben der Knöpfe entsprechen, gezeigt. Die sich in der Mitte befindende Kugel bewegt sich in eine der vier Ecken, sobald der Proband erkannt hat, in welche Farbrichtung sie fliegt, muss er so schnell wie möglich den entsprechenden Knopf drücken. Dabei ändern sich allerdings die Farben der Ecken auf dem Bildschirm, so dass man jedes Mal anders reagieren muss. Auf diese Weise ermittelt man die motorische und kognitive Reaktion, die durch regelmäßiges Wiederholen dieses Tests trainiert und verbessert werden kann. Autoren: Sarah Beyerle, Katharina Beer, Jakob Mihatsch



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