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Annäherung trotz neuer digitaler Grenzen?

self-Logo 17.07.2025 Promedia Maassen

Stellt euch vor, TikTok wird plötzlich abgeschaltet. Genau das ist in den USA im Januar 2025 für 24 Stunden passiert. Millionen Nutzerinnen und Nutzer waren schockiert. Influencerinnen und Influencer bangten um ihr Einkommen, Schülerinnen und Schüler um ihre tägliche Dosis Unterhaltung. Nach einem Tag war die App wieder da – doch die Krise ist nicht vorbei.


Am 5. September 2025 soll sich entscheiden, was mit TikTok in den USA passiert. Darüber berichtet Michael Moorstedt im Feuilleton in der Süddeutschen Zeitung vom 15.07.2025. Ihr könnt den Artikel mit eurem SZPlus Abo hier nachlesen. 


Erstmal eine kurze Einordnung - Wo sehen die USA das Problem? 
Die USA fürchten chinesische Einflussnahme durch TikTok, das lange als Sprachrohr der kommunistischen Partei galt – vor allem unter Trump. Gleichzeitig ist die App wirtschaftlich bedeutend und sehr beliebt. 
Die Süddeutsche stellt in ihrem Artikel drei Optionen vor, wie die USA mit TikTok verfahren könnten:

  • TikTok wird verboten.
  • TikTok wird an die USA in einer amerikanisierten Version verkauft.
  • TikTok wird verändert. 

Welche Option erscheint euch aus Sicht der USA am sinnvollsten?


Ein Verbot gilt als unwahrscheinlich. Vermutlich ist diese Option zu unpopulär und zu teuer.  
Wahrscheinlicher sei wohl ein Mix aus Anpassung und Verkauf. Interessant findet Moorstedt: Trump, einst Befürworter eines Verbots, scheint seine Meinung geändert zu haben. Der Algorithmus der App kommt Trumps Kommunikationsstil entgegen: kurz, einfach, polarisierend – ideal für Wahlkampf? 


Hier würde es uns interessieren, wo ihr euch politisch informiert – Sollte Wahlkampf auch auf Social-Media stattfinden?


Trump jedenfalls hat wohl schon potenzielle Käufer im Blick. Der Artikel erwähnt dazu, dass einige der spekulierten Kandidaten dem aktuellen amerikanischen Präsidenten besonders nahestehen. 


Was bedeuten die Optionen für Schülerinnen und Schüler in den USA?
Bei einem Verbot wären die Konsequenzen vermutlich am absehbarsten. Die App könnte nicht mehr geöffnet oder neu heruntergeladen werden. Der Besitz würde vielleicht illegal. Schülerinnen und Schüler müssten sich eine andere Social-Media Plattform suchen. 


Wäre es für euch leicht, einfach auf eine andere Social-Media Plattform auszuweichen?


Ein Verkauf einer veränderten, amerikanisierten Version würde für Schülerinnen und Schüler der USA wahrscheinlich keine allzu große Veränderung bringen. 
Einige Veränderungen könnten sein:

  • Einbau amerikanischer Kontroll- und Zensurmechanismen
  • Einfachere Durchsetzung amerikanischer Gesetze zur Nutzung, den Inhalten oder dem Datenschutz 


Allerdings, so Moorstedt, könne die Regierung der USA die App auch besser für ihre Interessen nutzen, wie die chinesische Regierung es zuvor auch tat. 


Eine Veränderung der App, die auch gekoppelt an den Verkauf sein kann, würde wohl ebenfalls zu einer Amerikanisierung führen. Der chinesische Betreiber müsste vermutlich deutlich nachrüsten in den Aspekten Inhalte, Filter und Zensur. Ob sich dies finanziell für ByteDance lohnt?


Was ist noch unklar?
Unklar scheint zu sein, ob ByteDance, die chinesische Firma hinter TikTok, auch den Algorithmus verkaufen würde, berichtet die Süddeutsche. Dieser sei das Herzstück der App, da er der Grund für die „Hyperpersonalisierung“ der Inhalte ist.


Was denkt ihr?
TikTok steht in den USA vor einer großen Krise. In dem hier vorgestellten Artikel der SZ werden drei Versionen vorgestellt, wie sich die TikTok-Frage am 5. September 2025 entscheiden kann. Bis dahin kann eigentlich nur spekuliert und gemutmaßt werden. Es bleibt auf alle Fälle spannend. 


Sollte eine Regierung Apps verbieten können, auch wenn sie so beliebt sind?
Fändet ihr eine angepasste Version von TikTok besser? Wenn ja, was müsste in euren Augen für eine deutsche Version verändert werden?


Teilt uns gerne eure Meinung in den Kommentaren mit!



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