Bayern gegen PSG:Warum das Spiel so richtig in die Hose ging
Bayern gegen PSG: Warum das Spiel so richtig in die Hose ging
Das Spiel zwischen Bayern und Paris war echt mal wieder so ein typischer Abend, an dem eigentlich alles schiefgelaufen ist, was nur schiefgehen konnte. Wenn man sich das Topspiel im Nachhinein anschaut, bleibt am Ende eigentlich nur purer Frust übrig. Es war zwar für die neutralen Zuschauer vor dem Fernseher super spannend, weil es ständig hin und her ging, aber taktisch gesehen war das von Bayern teilweise echt dünn und viel zu riskant.
Der Schock nach nur drei Minuten
Eigentlich nimmt man sich für so ein wichtiges Spiel ja vor, erst mal sicher und kompakt hinten zu stehen und konzentriert anzufangen. Aber Bayern hat den Start irgendwie komplett verpennt. Nach nur drei Minuten schon das erste Gegentor zu kassieren, ist gegen einen Weltklasse Verein wie PSG fast schon Selbstmord. Da hat man einfach gemerkt, dass die Abstimmung in der Kette hinten überhaupt nicht gestimmt hat.
Die Bayern-Spieler standen viel zu hoch an der Mittellinie und waren hinten dadurch viel zu offen. Wenn du Spielern wie Dembele, Doue oder Kwarazchelia so viel Platz lässt, dann fängst du dir halt direkt eine. Das war einfach komplett unnötig und hat den ganzen Plan, den man sich die Wochen vorher überlegt hat, direkt am Anfang kaputt gemacht. Man kann es nicht anders sagen, die Bayern waren einfach nicht wach genug im Kopf und haben sich viel zu leicht auskosten lassen. In so einem wichtigen Topspiel darf man sich defensiv nicht so präsentieren.
Der Schiri hat’s auch nicht besser gemacht
Was aber auch echt extrem genervt hat, war die Leistung des Schiedsrichters. Klar, man sagt immer, man soll die Schuld nicht bei anderen suchen, aber in diesem Spiel gab es wirklich viele Fehlentscheidungen des Unparteiischen, die an Ende richtig wehgetan haben. Es waren oft so kleine Situationen, die sich gehäuft haben – mal wurde ein klares Foul nicht gepfiffen, mal gab es eine richtige komische Abseitsentscheidung, bei der man sich fragt, was der Linienrichter da gesehen hat.
Man hatte das Gefühl, dass fast jede knappe Szene gegen Bayern entschieden wurde. Das bringt einen als Spieler natürlich total aus dem Rhythmus und sorgt für schlechte Stimmung und Meckereien auf dem Platz. Wenn man sowieso schon einem Rückstand hinterherläuft und unter Druck steht, braucht man nicht auch noch einen Schiri, der gefühlt gegen einen pfeift. Am Ende kann man durchaus sagen, dass diese Zahl an Fehlern den Bayern das Spiel gekostet hat, weil sie dadurch nie richtig in ihren gewohnten Flow gekommen sind und ständig unterbrochen wurden.
Am Ende leider doch selber Schuld
Trotz der berechtigten Wut auf den Schiri muss man am Ende aber auch ehrlich zu sich selbst sein: Auch wenn die Entscheidungen gegen einen liefen, ist Bayern letztendlich selbst schuld an der Niederlage. In so einem extrem wichtigen Topspiel darf man niemals so offen stehen wie beim Tor in der 3. Minute. Das taktisch gesehen einfach schwach gewesen und hat nichts mit Pech zu tun. Man kann nicht alles auf die äußeren Umstände schieben, wenn man dem Gegner solche riesigen Lücken anbietet.
In der Analyse hat man gesehen, dass die Balance zwischen Sturm und Abwehr gefehlt hat. Bayern wollte mit aller Gewalt nach vorne spielen und Tore erzwingen, hat aber völlig vergessen, dass man gegen Paris auch mal absichern muss, wenn man den Ballon verliert. Diese gewisse Naivität hat ihnen letztendlich das Genick gebrochen. Es wirkte fast so, als hätten sie den Gegner unterschätzt oder ihre Abwehrkünste überschätzt.
Fazit: Was heißt das fürs Finale?
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Bayern sich dieses Mal echt selbst im Weg standen. Wenn man den Anspruch hat, die beste Mannschaft Europas zu sein, darf man sich defensiv nicht so abschlachten lassen wie in der Anfangsphase gegen Paris. Klar war der Schiedsrichter mies, aber am Ende des Tages haben die Bayern das Spiel durch ihre eigene Naivität verloren. Für München bedeutet das jetzt: Nach vorne gucken auf die nächste Season gucken und zeigen, dass man aus Fehlern lernen kann. Sie müssen jetzt beweisen, dass sie auch unter extremen Druck stabil bleiben können.
Für PSG hingegen bedeutet das Weiterkommen alles. Sie haben gezeigt, dass sie mittlerweile die Nerven haben, gegen den einen Top Club wie den FC Bayern zu bestehen. Für Paris war das der endgültige Beweis, dass sie reif genug sind den Titel zu verteidigen. Was nun auf sie zukommt, ist der absolute Druck: Jetzt gibt es keine Ausreden, sie müssen den Titel jetzt auch nach Hause bringen. Sie gehen als absoluter Top Favorit ins Finale gegen einen weiteren Top Club der sich im Halbfinale gegen Atlético Madrid durchsetzten konnte. Arsenal. Doch sie müssen aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr auf ihrem Erfolg ausruhen, denn der nächste Gegner wird auch nicht leicht zu packen sein.