Kein Flutlicht, aber trotzdem ein großes Spektakel
Kein Flutlicht, aber trotzdem ein großes Spektakel in Budapest
Das Champions-League Finale dieses Jahr hebt sich schon vor dem Anpfiff von den bisherigen ab. Normalerweise finden die Champions-League Spiele immer um 21 Uhr statt, aber im diesjährigen Finale kommt es anders, da die Anstoßzeit in der Puskás Aréna auf 18 Uhr festgelegt wurde. Grund dafür soll es eine bessere Erreichbarkeit für Familien sein. Es gibt auf Social Media und unter den Fangruppen viel Kritik, weil die Flutlichtstimmung bei Tageslicht verloren und es ein anderer Flair ist.
Wenn man auf das sportliche achtet, treffen zwei komplett unterschiedliche Mannschaften aufeinander. Jede der beiden Mannschaften hat ein System und eine Chance auf den Titel. Als klarer Favorit geht der Titelverteidiger Paris-Saint-German in das Spiel, aber Arsenals Chancen stehen nicht schlecht, da Paris viele wichtige verletzte Spieler hat. Anfangs der Saison hatte die Mannschaft von Luis Enrique ein wenig Schwierigkeiten,weil es im Sommer viele Abgänge von Stammspielern gab. Mit der Zeit spielte die Mannschaft sich aber ein und wurde zu einer der Torgefährlichsten Mannschaft auf internationaler Ebene. Das Halbfinale gegen den FC Bayern München nach zwei torreichen Spielen endete 6:5 für die Pariser. In den beiden Spielen wurde klar, dass Paris-Saint-German ein starke Offensivabteilung hat, während es in der Defensive immer wieder zu Lücken kam.
Der FC Arsenal steht nach zwanzig Jahren wieder es erste mal in einem europäischen Finale. Arsenals Trainer Mikel Arteta hat die Mannschaft in den letzten Jahren vor allem defensiv ein gutes stück stabilisiert im Vergleich zu seinen Anfangsjahren bei Arsenal. Die englische Mannschaft setzte sich im Halbfinale mit einem 1:1 im Hinspiel und einem 1:0 im Rückspiel gegen Atlético Madrid durch. Arsenal spielt taktisch sehr diszipliniert und minimiert das Risiko im Spielaufbau. Die Engländer müssen drauf achten die Außenbahnen zu schließen, um das Tempo von Spielern wie Kvaratskhelia zu kontrollieren.
Ein wichtiger Faktor für das Spiel von Arsenal wird Kai Havertz sein. Nach seiner Verletzungspause in den letzten Monaten, kam Havertz rechtzeitig zur Schlussphase der Saison wieder in die Startaufstellung. Bei FC Chelsea hat der deutsche Mittelstürmer schon seine Erfahrungen sammeln können, Havertz schoss die Engländer zum Titel 2021. Die Aufgabe von Kai Havertz wird es sein, die Schnittstellen zwischen den Pariser Innenverteidiger zu nutzen, welche unter Druck anfällig für Fehler sind.
Voraussichtlich wird das Spiel am Samstag über das Mittelfeld entschieden, da beide Mannschaften ein starkes Zentrum haben. Arsenal versucht meistens durch ihr frühes Pressing den Gegner zu Ballverlusten zu erzwingen. Wenn Paris sich aus diesen Situationen fehlerfrei befreien kann, wird die Defensive von Arsenal durch das schnelle Umschaltspiel überrascht und es kann zum Torerfolg der Pariser kommen.
Die Wettquoten sehen Paris-Saint-German im leichten Vorteil, das liegt an den Finalerfahrungen von den Parisern. Ein klarer Favorit lässt sich nicht definieren, aufgrund der unterschiedlichen Spielweisen. Die offizielle Pressekonferenzen finden zusammen mit dem Abschlusstraining in Budapest statt.