ChatGPT

Künstliche Intelligenz in Schulen: Hilfe oder Hindernis?

self-Logo 01.06.2026 Hanna R.

Künstliche Intelligenz: Hilfe oder Hindernis?

Digitale Medien bestimmen schon lange unseren Alltag. Sie begegnen uns im Wartezimmer, wo fast alle wartenden Patienten ein Handy in der Hand haben, statt wie früher in den ausliegenden Zeitschriften zu lese. In Restaurants ersetzen sie oft Gespräche. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass digitale Medien auch einen festen Platz in unseren Schulen gefunden haben. Zuerst haben sie die Print- Ausgabe des Schulbuchs durch die digitale Ausgabe ersetzt. Heute lernen Schüler von und mit KI.

Nutzen von KI in Schulen

Wie stark KI bereits genutzt wird, zeigen aktuelle Umfragen: Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom verwenden bereits 65 Prozent der Schülerinnen und Schüler KI für schulische Zwecke. Gleichzeitig haben jedoch nur 23 Prozent der Schulen feste Regeln für den Umgang mit KI eingeführt. Außerdem zeigt die JIM- Studie 2025, dass schon 91 Prozent der 12- bis 19- jährigen mindestens eine KI- Anwendung nutzen. Besonders häufig wird KI für Hausaufgaben und zum Lernen eingesetzt.

Die Entwicklung zeigt deutlich: KI ist längst Teil des Schulalltags geworden. Doch bleibt die Frage, ob sie den Unterricht verbessert und das Lernen erleichtert- oder ob sie Schülerinnen und Schüler eher abhängig macht und ihre eigenen Fähigkeiten schwächt.

Wo beginnt eine sinnvolle Nutzung von KI und wo endet sie?

Schüler haben viele Zwecke für die KI in ihrem Schulalltag. Sie benutzen sie nicht nur als Hilfestellung, sondern durch die KI ist personalisiertes und interaktives Lernen möglich. Damit ist zum Beispiel Nachhilfe gemeint, die individuell auf den Schüler angepasst wird. „ChatGPT hilft mir, wenn ich etwas in Unterricht nicht verstanden habe“, berichtet ein Schüler in einem Interview mit der Zeit. Für Schüler, die etwas schüchterner sind, ist diese Nachhilfe von der KI eine gute Alternative, um ein Thema zu verstehen und man dadurch vertieft an seinen Problemen arbeiten kann. Ebenfalls ist KI eine gute Möglichkeit, um eine Fremdsprache im Sprechen zu üben, wenn man sich nicht traut im Unterricht zu sprechen, um Vertrauen in sich selbst zu gewinnen.

Nicht nur Schülerinnen und Schüler nutzen KI im Schulalltag, sondern auch Lehrkräfte greifen zunehmend darauf zurück. Vor allem bei Unterrichtsvorbereitungen kann KI helfen, Zeit zu sparen und Materialien schneller zu erstellen. Eine Lehrkraft aus Nordrhein- Westfallen berichtet im bildung.digital (einem Nachrichtenmedium) „KI erleichtert viele Aufgaben und reduziert die Arbeitszeit für zeitaufwändige Aufgaben erheblich.“

Diese ganzen Punkte lassen den Nutzen von KI grenzenlos wirken, aber ist das wirklich so?

Wenn die Schüler alles mit ChatGPT beantworten können, dann müssten doch eigentlich alle Schüler gut in der Schule sein, oder? Es stimmt, KI kann einiges erleichtern. Aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass man vor allem in einer stressigen Testphase ganz froh ist, manche Aufgaben eines Thema, das man schon verstanden hat, von ChatGPT beantworten zu lassen und dann nur noch kurz vor der Besprechung anschauen muss. Das spart viel Zeit für andere Dinge. Aber genau hier liegt der Punkt, KI verleitet Schüler oft dazu einfach schnell die Lösungen abzuschreiben, statt selbst zu denken. Dabei stellt sich dann natürlich die Frage, wie das Gehirn lernt und Sachverhalte versteht. Ist künstliche Intelligenz dabei von Vorteil, oder stellt sie dabei eher ein Hindernis dar? Damit das Gehirn die Themen und die Zusammenhänge versteht, reicht es nicht einen Text auswendig zu lernen, den man dann bei dem Test dann einfach aufschreibt. Das Gehirn kann dann das Wissen nicht auf Anwendungsaufgaben anwenden oder die Zusammenhänge verstehen.

Bedeutet also, dass das Gehirn von den Lösungen, die die KI erstellt hat den Sachverhalt nicht versteht. Dazu kommt, dass die KI auch falsche Lösungen erstellen kann und Fehler macht. Und haben sich auch alle die die KI regelmäßig nutzen, Gedanken darüber gemacht, was alles mit den Daten, die man preis gibt passiert und wo sie letztendlich landen?  

Die Zeitung euronews berichtet mithilfe von Zahlen die Umweltbelastungen, die bei der Nutzung von ChatGPT und CO auftreten. Jede ChatGPT- Frage verbraucht schätzungsweise zehnmal mehr Strom, als bei einer herkömmlichen Google- Suche. Außerdem berichten Forscher, dass bei einem Gespräch mit der KI bei 10- 50 Fragen 500 Milliliter Wasser verbraucht wird. Ist es das jetzt alles wert?

Nutzung zu KI in Schulen: Ja oder Nein?

KI zu benutzen ist nicht falsch, es kommt auf die Anwendung drauf an. Man sollte KI als Hilfestellung nutzen, nicht als Lösungsvorlage.

Der deutsche Neurowissenschaftler und Psychiater Manfred Spitzer, berichtet bei einem Interview mit der SWR vor mehr Aufmerksamkeitsstörungen im Gehirn bei vor allem Heranwachsenden und mangelnder körperlicher Bewegung. Die Folgen der Nutzung von KI sind noch nicht richtig erforscht, weshalb nochmal mehr Vorsicht geboten ist.

Auf die Frage, ob man in ein paar Jahren die Leute in den Wartezimmern wieder mit den ausgelegten Zeitschriften, statt mit den Handys in der Hand sehen wird, oder ob man im Restaurant bald wieder mehr Gespräche beobachten wird, kann man nicht so ganz beantworten. Die einzige Frage, die man sicher beantworten kann ist, dass KI aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist und dass man sich in Zukunft mehr mit den Auswirkungen der KI auf die Entwicklung menschlicher Gehirne auseinander setzen sollte, um dementsprechend damit umgehen zu können.



krzeszowski eliasz piotr
03.06.2026 16:39 Uhr
ich finde es gut dass du viele gute und starke argumente genannt hast und mit studien und expertenmeinungen gestützt hast, deine meinung wird deutlich und klar vertreten. Es gibt kleinere grammatische fehler aber es ist auch nicht weiterhin schlimm und manche argumente könnten genauer erklärt werden. Leider sind da auch paar zeichensetzungsfehler. trotzdem bewerte ich deinen beitrag positiv und ja

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