Die Champions League im Wandel
In der Saison 24/25 hat die UEFA die Champions League reformiert. Die Gruppenphase, welche bisher aus 32 Teams bestand, wurde zu einer Ligaphase mit 36 Mannschaften.Die Reform soll mehr Spannung, mehr Topspiele und höhere Einnahmen bringen. Doch gleichzeitig wächst die Kritik an der steigenden Belastung für Spieler und Vereine.
Das alte System:
Bis 2024 bestand die CL aus acht Gruppen mit je vier Teams.Es gab sechs Spiele, mit jeweils einem Hin- und Rückspiel gegen drei Teams aus derselben Gruppe.Die beiden besten Mannschaften erreichten dann das Achtelfinale.Das System war für die eisten Zuschauer vertraut, übersichtlich und leicht zu verstehen. Kleinere Teams hatten hier die Chance in der Gruppe als Überraschung durchzukommen, wenn sie eine überschaubare Gruppe erwischten. Ein Beispiel dafür wäre Club Brügge in der Saison 2022/23, welche sich als Gruppenzweiter gegen Teams wie Leverkusen und Athl Madrid durchsetzten.
Dieses System wurde aber immer weder kritisiert, da viele Gruppen schon vor dem letzten Spieltag entschieden waren und keine wirkliche Spannung aufkam. Dazu kam es immer wieder zu den gleichen Begegnungen, was nach einer Zeit etwas eintönig wirkte.
Das neue Ligasystem
Im neuen System treten nun 36 Teams in Ei ner gemeinsamen Tabelle an. Jede Mannschaft bekommt 8 Gegner zugelost und die Ergebnisse gehen in eine große Tabelle ein. Die ersten Acht Teams qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale. Platz Neun bis 24 spielen in einer Playoff Runde, um die restlichen Plätze im Achtelfinale.
Diese Reform wird von der UEFA mit mehr Attraktivität begründet. In der ersten Saison kam es auch zu mehr Topspielen, was die UEFA in diesem Punkt bestätigte. Dazu war auch die Spannung am letzten Spieltag wieder vorhanden viele Entscheidungen ums Weiterkommen fielen erst in den letzten Minuten der Ligaphase. UEFA -Vertreter Giorgio Marchetti sprach deswegen von einem durchschlagenden Erfolg des neuen Systems.
Vorteile und Kritik am neuen System
Ein großer Vorteil ist die große Abwechslung. Fans sehen mehr Topspiele schon früh in der Ligaphase und die Tabelle bleibt länger offen, was die Spiele mehr kompetetiv gestaltet.
Kritik am neuen System bleibt aber auch nicht aus. Die ärgerliche Belastung für die Spieler ist enorm. Internationale Topklubs bekomme kaum eine Pause, durch zusätzliche Wettbewerbe wie Pokal, Liga und auch Natio. Der Trainer von Man City – Pep Guardiola warnte bereits mehrfach in Pressekonferenzen vor einem überfüllten Kalender. Die Spieler hätte keine Zeit zur Regeneration. Auch Spieler, wie Rodri äußerten Kritik. Dieser sagte 2024, dass Profis nah an einem Streik seien, wenn die Anzahl der Spiele weiterhin steigen würde. Die Anzahl der Verletzungen hat deutlich zugenommen, was auf die zu hohe Belastung hinweist.
Mögliche Änderung zur Optimierung des Systems
1. Reduzierung der Spiele
Man könnte die Playoff Runde einfach weglassen und die Plätze 1-16 direkt qualifizieren lassen.
2. Begrenzung der Gesamtspielanzahl pro Saison
Die Organisationen könnten eine Grenze festlegen für die maximale Menge an Spielen, die nicht überschritten werden, darf. Spieler können so mehr ruhen.
3. Größere Kader
Vereine sollte mehr Spieler für die CL-Saison melden dürfen. So könnten die Vereine mehr rotieren und die Belastung de Spieler würde sich senken.
4. Mehr Erholung
Man sollte die Spiele nicht so kurz aneinander ansetzen, damit sich die Spieler von dem Stress der Reisen und von der hohen Belastung erholen können.
5. Vereinfachung des Tabellenmodells
Viele Fans haben keine wirkliche Übersicht über die Tabelle. Man könnte diese klarer darstellen indem man beispielsweise in 2 Eingruppierungen einteilen.
Meinungen von Zuschauern
Ich habe zwei Zuschauer gefragt, was sie von dem neuen System halten und ob sie was kritisieren und/oder was sie am neuen System besser finden als am Alten.
Rick Weishaar vertritt die Meinung, dass es durch die besseren und spannenderen Duelle die CL-Ligaphase unterhaltsamer geworden ist und es ihm einfach mehr spaß macht diese zu gucken. Sein Kritikpunkt war allerdings das die kleineren Teams weniger Chancen haben weiterzukommen, da sie nun auf mehr stärkere Gegner treffen.
Ben Ariel Ahissou findet, das neue System besser als das Alte, da sich nun mehr Teams für die Ligaphase qualifizieren können, was zu mehr Abwechslung führt. Dazu sagt es das sich die Teams eine höhere Chance haben weiterzukommen, da sie nun mehr unterschiedliche Gegner bekommen und es nicht so wie im altem ist, dass sie in eine sehr schwere Gruppe reinkommen können, was meist das Aus schon von vornherein bedeutete. Ein Kritikpunkt sieht er aber für de Spieler, da diese eine viel höhere Belastung haben als vorher.
Fazit
Durch de Reform, wurde der Wettbewerb spannender. Aber für eine langfristige erfolgreiche Reform as man noch eine paar Sachen anpassen und das berücksichtigen, was die Spieler und Trainer kritisieren.
Quellen: UEFA.com, Kicker