COP30- ein immer schlechter werdendes Klima

self-Logo 10.12.2025 Sidney Mertens

Letzten Monat vom 10.11.2025 bis zum 21.11.2025 fand die COP30 (Conference of the parties 30 -> 30te UN- Klimakonferenz), die weltweit größte Klimakonferenz mit mehr als 56.000 Delegierten statt. Dazu kamen in Belém, Brasilien Vertreter der 198 Vertragsstaaten, NGO´s und internationalen Organisationen zusammen, um konkrete Schritte zum erreichen des Pariser Klimaabkommens zu besprechen. Dazu sollen vor allem Treibhausgasemissionen reduziert werden, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und mehr Investitionen in Klimafreundliche freundliche Alternativen vorangetrieben werden.

Am Anfang der COP30 wurde darüber hinaus ein Konsens darüber geschlossen, dass auch das Recht auf einen sauberen Wohnraum ein Menschenrecht sei. Doch schaut man sich das Ergebnis der Konferenz an und welche Staaten auch auf dieser Konferenz vertreten waren, scheint dieser Konsens fast wie ein Scherz. Denn das Ergebnis der Konferenz war keines, das uns näher an das Ziel des Pariser Klimaabkommens bringt, es scheint sogar eher so als sei das Klima und die extremen Auswirkungen, die es auf viele Menschen hat, irrelevant solange der Profit stimmt. Denn das, was am Ende entschieden wurde, waren zwar auch neue Fonds zum Regenwaldschutz, Absprachen zum Stopp der Entwaldung, dem Ausbau erneuerbarer Energien (bis 2030) und Klimafinanzierung für einen Übergang zu sauberer Energie, doch für letzteres gibt es noch keine Finanzierungspläne. Zusätzlich wurde auch eine Allgemeine Plattform  geschaffen, auf der Länder ihre Fortschritte teilen können um den Druck auf andere Länder zu erhöhen. Doch ich denke nicht, dass die Regierungschefs der Länder die gegen einen festen Plan zum Ausstieg aus dem fossilen Brennstoff  auf dieser Konferenz  stimmten, sich davon beeindrucken lassen (Saudi-Arabien, China, Russland). Ich bin mir sehr sicher, dass diese Länder sich über unsere schlechte und immer schlechter werdende Lage bewusst sind. Ihnen fehlt nur das Interesse daran. Wenn man mal in die genannten Länder und deren Gesetze schaut fällt einem schnell auf das genau diese Länder Menschenrechte und das Wohl der Menschen nicht sehr zu interessieren scheint. Dazu kommt außerdem, dass ein großer Teil des Wohlstands dieser Länder von den jeweiligen Reserven an fossilen Brennstoffen hängt. Fallen diese weg, kann es zu Problemen kommen. Genau aus diesem Grund finde ich auch den Konsens am Anfang unsinnig. Man frage mal die Leute in China die in Gebieten mit dem bis zu 15Fach erhöhten Grenzwert der Luftverschmutzung leben, wie glaubwürdig sie es finden, dass Xi Jinping sauberen Wohnraum als Menschenrecht ansieht. Diese Staatsoberhäupter kennen die Auswirkungen des Klimawandels, sie erleben sie live in ihren Ländern doch ihre Macht, ihr Profit und ihr Wohlstand sind ihnen wichtiger. Wer würde schon für Maßnahmen gegen seinen eigenen Reichtum stimmen. Aber wie sinnvoll ist es mit Menschen zu diskutieren, die mehr an ihrem Reichtum als an der Gesundheit der Erde interessiert sind und die nicht dafür bekannt sind sehr emphathisch gegenüber ihrer Zivilbevölkerung zu sein? Warum bestimmen Menschen, die es nicht einmal schaffen ihrer eigenen Bevölkerung Menschenrechte zuzusprechen und sich um deren Gesundheit und sauberen Wohnraum zu kümmern, über die Zukunft unserer Erde? Warum diskutieren wir überhaupt, wenn Wissenschaftler uns schon gesagt haben, was wir tun müssen und was ansonsten passiert? Zuletzt möchte ich euch ans Herz legen euch für das Klima einzusetzen, denn es betrifft alle. Der Höhepunkt von Fridays for Future ist vielleicht vorbei, doch das Problem ist nur größer geworden. Da ca. 70-80 % der Emissionen von großen Firmen kommen, bringen unsere Maßnahmen, wie Wasser sparen und das Licht weniger an machen, nichts. Der Druck muss auf die Leute erhöht werden, die für diese extremen Emissionen verantwortlich sind. Eine Liste dieser und deren Ausstoß findet ihr unter http://carbonmajors.org


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