Weltklimakonferenz 2025
Vom 10. bis zum 22. November fand im brasilianischen Belem die 30. Weltklimakonferenz, die COP30 (30th Conference of the Parties) statt. An der Konferenz nahmen fast 200 Staaten, NGO´s (Nichtregierungsorganisationen) und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft teil.
1979 warnten auf der ersten Klimakonferenz Wissenschaftler vor dem Anstieg der CO2 Konzentration in der Atmosphäre und vor möglichen langfristigen Klimaänderungen. Ein jährlicher Zyklus der Weltklimakonferenz ergab sich erst 1995.
Auf der Weltklimakonferenz 2015 in Paris (COP 21) einigten sich die teilnehmenden Staaten die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C, bzw. auf 1,5°C zu beschränken. Weiterhin wurde beschlossen, ärmere Staaten, welche am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, finanziell und technologisch zu unterstützen. Seit dem Pariser Abkommen gelten die sogenannten nationalen Beiträge, jedes Land legt selbst fest, wieviel CO2 es einsparen will.
Die USA, einer der größten CO2-Verursacher weltweit beteiligten sich nicht an der aktuellen Weltklimakonferenz, erwartbar, da sie sich mit Präsident Trumps Amtsantritt aus dem Pariser Abkommen verabschiedet hatten . Allein diese Tatsache und die derzeit fragile politische Weltlage ließen im Vorhinein vermuten, dass es die schwierigste Klimakonferenz seit Langem werden würde. Als Gastgeber forderte der brasilianische Staatschef Lula da Silva einen konkreten Fahrplan zur Finanzierung zur Sicherung des Regenwaldes, der den Abschied von fossilen Brennstoffen konkreter machen sollte. Unvereinbar schienen die Positionen zwischen der Petro-Industrie (Öl- und Gasfördernde Staaten), wie z.B. Saudi-Arabien und Russland und denjenigen, welche einen schnellen und vollständigen Ausstieg aus der fossilen Energie befürworten, z.B. Brasilien und die EU. So war zwischenzeitlich zu befürchten, dass die Konferenz scheiterte. Letztlich einigten sich die teilnehmenden Staaten zu einer gemeinsamen Abschlusserklärung, welche laut vielen Kritikern einen Minimalkompromiss darstellt: Freiwillige Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung, kein verbindlicher Ausstiegsplan aus Kohle, Öl und Gas und ein neuer Fond (Tropical Forests Forever Facility).
Abschließend kann man feststellen, dass es wichtig war, dass sich die Weltgemeinschaft zu diesem Thema zusammenfand und es letztlich nicht zu einem Scheitern kam.
Allerdings wäre eine größere Verbindlichkeit der Maßnahmen im Sinne vieler teilnehmender Staaten gewesen.