Die Problematik steigender Mediennutzung
Extrembeispiele zeigen: 10–12 Stunden Bildschirmzeit – hat das Folgen?
Wie die steigende Mediennutzung das Einsamkeitsgefühl und dadurch die psychische Gesundheit der Menschen zunehmend verschlechtert, wird im Folgenden erläutert.
Junge Menschen fühlen sich verstärkt einsam, hat eine wissenschaftliche Auswertung ergeben. Betroffen sind vor allem Männer, die in individualisierten Gesellschaften wie den USA, Großbritannien und Deutschland leben.
Etwa jeder zehnte Befragte im Alter zwischen 16 und 30 Jahren gab in der Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung an, sehr einsam zu sein. Weitere 35 Prozent fühlten sich demnach „moderat einsam“.
Die Frage, die man sich nun stellen sollte, ist: Welche Gründe sorgen für die Isolation der Menschheit?
Obwohl viele Faktoren zur Einsamkeit beitragen, spezialisiert sich dieser Beitrag auf die steigende Nutzung sozialer Medien, die zunehmend zum Problem wird.
Zuallererst bietet das Internet die Option, rund um die Uhr mit Menschen zu chatten. Positiv, oder?
Die Anzahl an „Freundschaften“ der Menschen steigt, jedoch beschränken sich diese meist auf das Chatten online. Wenn man sich einsam fühlt, hat man trotz der vielen Bekanntschaften niemanden, dem man sich anvertrauen kann. Gerade für Jugendliche in der Entwicklungsphase wird dies zu einem Problem.
Freunde sind im echten Leben von großer Bedeutung, da sie das Wohlbefinden steigern, die psychische Gesundheit fördern und eine wichtige emotionale Stütze bieten. Sie helfen, Einsamkeit zu vermeiden, Stress abzubauen und bieten in schwierigen Zeiten Geborgenheit und Halt. Außerdem wird – im Gegensatz zum Chatten online – der Umgang mit Menschen trainiert: eine Schlüsselkompetenz für das restliche Leben.
Warum also nicht neue Kontakte knüpfen?
Fast drei Viertel der 15-Jährigen verbringen pro Schultag mehr als zwei Stunden zu Vergnügungszwecken am Bildschirm. Das Internet bietet unendlich viele Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Zum Beispiel können Jugendliche auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok stundenlang ihre Zeit vertreiben, indem sie Videos anschauen. Darüber hinaus gibt es unzählige Computerspiele, in denen Zeit ausgefüllt werden kann. Alles in allem bietet das Internet abertausende Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Jugendliche verbringen meist enorm viel Zeit online und verpassen dadurch die Chance, Freundschaften zu knüpfen und zu pflegen.
Der Kontakt mit echten Menschen fehlt, und somit wird der angemessene Umgang auch nicht geübt. Freundschaften zu knüpfen wird aufgrund sozialer Medien zum Problem. Eine Lösung hinsichtlich der sozialen Mediennutzung ist noch nicht in Sicht. Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass man ohne Ausweg künftig von einer an die sozialen Medien verlorenen Generation sprechen kann.
Quellen:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/oecd-bildschirmzeit-kinder-100.html
https://www.resilienz-akademie.com/resilienz-allgemein/warum-freundschaften-wichtig-sind/
https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/freundschaft-psyche-100.html