Künstliche Intelligenz im Bildungsbereich
Aktuell geht die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, auch KI genannt, mit Riesensprüngen
voran. Fast überall kann man Arbeit vereinfachen oder gar ganz übernehmen. Erste Anläufe zur
Entlastung des Schulalltags sind schon am Laufen oder sind bereits abgeschlossen, und
entwickeln sich in eine gute Richtung.
Doch was ist KI?
Künstliche Intelligenz ist, vereinfacht gesagt, ein Überbegriff für sämtliche selbstlernenden,
reproduzierenden oder imitierenden Algorithmen. Es könnte ein Programm zur Vorhersage von
Terroranschlägen, Paketdrohnen oder einfach nur eines Telefonroboters sein. Der
Hintergedanke ist, ein Programm zu haben, das in gigantischen Datenmengen verschiedene
Informationen verknüpft und Muster zieht - in nur wenigen Minuten. Aktuell kann eine große
Arbeitshilfe in den Bereichen der Logistik, dem Verkehr, der Diagnostik in der Medizin und bald
auch in der Bildung eingesetzt werden.
Einsatz im Schulleben
Wie vorhin genannt ist KI dazu fähig, große Datenmengen schnell auszuwerten. Einem Projekt
mit dem Titel "KI macht Schule" nach kann ein speziell für die Schule entwickeltes Programm
wie zum Beispiel EDYOU, eine adaptive Lernplattform, Tests, Notenstände, Bemerkungen und
viel mehr, den aktuellen Lernstand der Schüler visualisieren und Vorschläge zur Besserung
geben. Lehrer berichten von "deutlicher Entlastung", "Schwächen-Einschätzung" und mehr.
Andere Programme erkennen kontextbezogene Fehler, deren Auftrittswahrscheinlichkeit und
ob dieser Grammatikfehler mit jenem Schnitzel von gestern zusammenhängt - jedes kleinste
Detail wird analysiert. Auch für die Schuler gibt es KI-Variationen, so berichtet eine Schule in
Regensburg 2024 von einem Test dieser adaptiven Lernplattform. Dank der KI konnten 62% der
Klasse eine deutliche Besserung in Mathe erzielen, gefordert durch ein individuelles
Lehrprogramm, das jedem Schüler ein eigenes Lerntempo abhängig von der Motivation und
dem Lernfortschritt vorschlagt. Dr. Maurer vom Institut Digitaler Bildung meinte in der Studie
vom Bildungsministerium "Digitale Schulen 2030" letztes Jahr, dass die KI deutlich besser,
schneller und genauer korrigiert als ein Lehrer. Doch eine KI kann niemals die Intuition eines
Menschen schlagen, wie ein Vorfall vorletztes Jahr zu genügen zeigt.
Nachteile
Einem Artikel der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel "Künstliche Intelligenz in der Schule -
zwischen Fortschritt und Vorsicht" 2023 wird berichtet, dass einem Schuler aus Berlin ein
falsches Förderprogramm zugewiesen wurde. Jedes Licht wirft einen Schatten; deshalb ist es
immer notwendig, dass jede Entscheidung der künstlichen Intelligenz im Kontext zum Schüler
diese genau überprüft werden muss. Doch das kann schwerer sein als es scheint: der
Süddeutschen nach ist der größte Teil eines jeden Sprachmodells "Gehirn" eine Black Box, eine
Schutzvorkehrung des Entwicklers, um das Modell vor Raubkopien zu schützen. Doch diese
verbietet den Einblick in dem Gedankengange des Programms, und so kann man nicht diese
nachvollziehen. Große Datenmengen sind auch anfällig für Datenlecks oder gar Hackerangriffe,
bei denen persönliche Daten der Schülerinnen und Schuler wie zum Beispiel der Name, der
Wohnort oder der Lehrstand freigesetzt werden würden.
Künstliche Intelligenz im Bildungssystem können eine Gefahr für die Nutzer sein, doch wie
verschiedene Tests und Pilotprojekte gezeigt haben, ist dies definitiv realisierbar und einen Versuch wert.