Deutschland kämpft gegen Spanien um das Frauen-Finalticket
Am Mittwoch um 21 Uhr (CET) trifft Deutschland im Stadion Letzigrund in Zürich in dem EURO-Halbfinale auf Spanien, mit dem Ziel, ins Finale am 27. Juli in Basel einzuziehen. Mit einem Sieg gegen Spanien würde Deutschland ins Endspiel in der Schweiz gehen. Dort wartet bereits England, das sich im ersten Halbfinale im Elfmeterschießen gegen Italien durchgesetzt hat. Bisher gelang es den Spanierinnen noch nie gegen Deutschland zu gewinnen. Die DFB- Frauen spielen in weißen Trikots über schwarzen Hosen. Die Spanierinnen sind ganz in Rot gekleidet.
1. Halbzeit: In den ersten zehn Minuten trat die deutsche Mannschaft offensiv auf und dominierte das Spielgeschehen mit mehr Ballbesitz. Spanien hielt jedoch engagiert dagegen. In der achten Minute bot sich die erste große Gelegenheit: Klara Bühl verpasste das Tor nur knapp, der Ball strich ganz knapp am Pfosten vorbei.
Sara Däbritz sah die erste Gelbe Karte der Partie in der 17. Minute. Drei Minuten später erhielt Spaniens Esther González die Gelbe Karte, nachdem sie ihre Gegenspielerin am Trikot gezogen hatte. In der 21. Minute hatte Spanien eine Riesenchance, doch Berger reagierte glänzend und hielt den Ball sicher und bewahrte den Rückstand. Spanien erhöhte den Druck und war nun deutlich häufiger in der deutschen Hälfte zu finden. In der 29. Minute bot sich erneut eine große Gelegenheit für Deutschland, doch im Strafraum verpassten mehrere Spielerinnen den Ball. Hoffmann war vogelfrei vor Cata Coll ( Torhüterin der Spanier), auch der ging nicht rein.
Rund um die 35. Minute verläuft das Spiel ruhiger, ohne gefährliche Szenen vor den Toren. Kurz danach wurde es nach einem Freistoß der Spanierinnen gefährlich: Die deutsche Torhüterin kam im dichten Getümmel nicht an den Ball, der nur knapp am Tor vorbeisegelte.In der 40. Minute bleibt es trotz intensiver Zweikämpfe beim 0:0. Beide Teams kämpfen hart, doch die ganz klaren Chancen fehlen derzeit. Nur zwei Minuten später, in der 41. Minute, hatte Spanien erneut eine Riesenchance: Nach einer Ecke landete der Ball am Pfosten, prallte aber zurück ins Feld , Glück für Deutschland. Kurz vor der Pause, in der 44. Minute, prüfte Spanien erneut das deutsche Tor, doch Berger zeigte eine starke Parade. Spanien war im ersten Durchgang insgesamt die gefährlichere Mannschaft. Endlich hatte Spanien gleich zwei große Torchancen, doch Deutschlands Torhüterin Berger zeigte Paraden. Jetzt geht es in die Pause rein.
2.Halbzeit: In der zweiten Halbzeit kamen beide Teams zunächst unverändert aus der Kabine. Deutschland begann erneut druckvoll und suchte den Weg nach vorne. In der 47. Minute kam Giovanna Hoffmann nach einer Flanke im Strafraum zum Kopfball, doch der Ball ging über das Tor. Nur zwei Minuten später wurde es auf der anderen Seite gefährlich: Aitana Bonmatí zog aus der zweiten Reihe ab, doch Kleinherne blockte den Ball stark. In der 62. Minute wechselte Deutschland erstmals: Linda Dallmann kam für Sara Däbritz in die Partie. Kurz darauf hatte Klara Bühl eine riesige Gelegenheit: Nach einem schnellen Konter zog sie aus spitzem Winkel ab, doch Spaniens Torhüterin Cata Coll parierte stark. In der 68. Minute reagierte auch Spanien und brachte Paralluelo für Esther González. Das Spiel blieb weiter umkämpft und intensiv. Kurz danach musste Ann-Katrin Berger kurz behandelt werden, konnte aber weiterspielen – ein wichtiger Moment für Deutschland. In der 82. Minute kam Senss nach einem Foul zu Fall, was zu einem gefährlichen Freistoß für Deutschland führte. Die folgende Hereingabe verfehlte das Ziel knapp. Nur wenig später, in der 85. Minute, trat Klara Bühl einen direkten Freistoß aus halbrechter Position – der Ball segelte nur Zentimeter am Pfosten vorbei. In den letzten Minuten der regulären Spielzeit drängte Spanien nochmals. In der 88. Minute fing Torhüterin Berger einen hohen Ball sicher ab. Deutschland verteidigte mit vollem Einsatz.
Auch in der Nachspielzeit blieb es beim 0:0 – trotz einer weiteren Großchance für Spanien nach einer Flanke, bei der Berger erneut sicher zupackte. Spanien hatte über weite Strecken mehr Ballbesitz und kontrollierte das Spiel, doch Deutschland hielt mit starkem Defensivverhalten dagegen. Klara Bühl und Giovanna Hoffmann sorgten für gefährliche Konter, die jedoch ungenutzt blieben. Torhüterin Ann-Katrin Berger war die herausragende Figur bei Deutschland und rettete ihr Team mit mehreren starken Paraden in die Verlängerung.
Die Verlängerung des Spiels zwischen Deutschland und Spanien bei der Frauen-EM war intensiv. Beide Teams kämpften um jeden Ball, aber Deutschland konnte trotz einiger Chancen nicht den erlösenden Treffer erzielen. Spanien hingegen nutzte seine Chancen besser und ging durch ein Tor in Führung. Die deutsche Mannschaft gab nicht auf, doch Spanien verteidigte geschickt und brachte den Vorsprung über die Zeit. Die Verlängerung endete mit einem knappen Sieg für Spanien.
Bundestrainer Christian Wück ist trotz EM-aus stolz auf seiner Mannschaft. Jedoch sieht es die internationale Presse anders. Die englische Zeitung BBC schreibt, dass es wird einmal England gegen Spanien wird - und Deutschland bedauern muss, dass es seine Chancen nicht genutzt hat. Schlechte Entscheidungen und mangelnde Chancenverwertung haben ihnen den Sieg gekostet." Die deutsche Torfrau Heldin findet jedoch ihre Mannschaft hat ein starkes Spiel gespielt. Sie sagt: "Ich nehme die Schuld auf mich." Aus Ihrer Sicht hatte sie das spanischen Gegentor auf alle Fälle halten sollen.